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Günter Besenfelder     

                                                                      13.10.2003

BLBS-Bundesvorsitzender

 

 

 

 

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Schlauch,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

wir sind heute hierher gekommen, um die

Kommunikations-plattform der deutschen

Technikerschulen zu eröffnen.

 

Ich darf Herrn Schühly für seine Initiative danken,

der den heutigen Tag im wesentlichen vorbereitet

hat. Ihm ist zu verdanken, dass die

Technikerausbildung in das Blickfeld einer

interessierten Öffentlichkeit getreten ist. Das

Thema ist im Augenblick um so brisanter, da die

Handwerksordnung in der Diskussion steht und wie

Sie alle wissen 64 Berufe von der Anlage A in die

Anlage B umgestuft werden sollen.

Dies eröffnet der Technikerausbildung neue

Chancen, die es zu ergreifen gilt.

 

Wir haben in Deutschland ca. 40 000 junge

Menschen, die sich im Augenblick in diesem Bereich

qualifizieren. Sie durchlaufen einen zweijährigen

Bildungsgang , der sie zum staatlich geprüften

Techniker führt und im Regelfall die

Fachhochschulreife beinhaltet. Damit ist eine

langjährige Forderung unseres Verbandes

umgesetzt, die den Anspruch der Gleichwertigkeit

von allgemeiner und beruflicher Bildung enthalten

hat.

 

Durch die Leipziger Beschlüsse, die die

Zugangsmöglichkeiten zur Selbstständigkeit im

Handwerk eröffnen, ist ein Beschäftigungsfeld

aufgestoßen worden, das zuvor verschlossen war.

 

Mit Blick auf das Bildungsniveau unserer

Bevölkerung wird nach dem voraussichtlichen Verlust

des Meisterzwanges in vielen Gewerken mit der

Technikerausbildung ein Ersatz geschaffen, der

weiter forciert werden muss.

 

Da die Technikersausbildung an unseren

Berufsschulen durch die jeweiligen Schulgesetze

geregelt ist und wir durch die Entwicklung im Dualen

System mit seinen Erosionserscheinungen immer

mehr Jugendliche in berufsvorbereitende

Maßnahmen nehmen müssen, sind unsere

Lehrerreserven für den Bildungsgang des Techniker

mehr als eingeschränkt.

 

Dies ist zu bedauern und auf Dauer nicht

hinnehmbar. Diese Entwicklung zeigt eine Schieflage

unserer beruflichen Bildung auf, die nur selten

angesprochen wird.


 
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